Jens Herber neuer Vize Breitensport
vom 12.12.2016
Viele Jahre hat Manfred Hübner die Geschicke des Deutschen Curling-Verbandes als Vizepräsident für den Breitensport beziehungsweise die Sportentwicklung mitbestimmt. Schon bei der letzten Präsidiumswahl hatte er sich nicht mehr zur Wahl gestellt und seinen Abschied in den Funktionärsruhestand angekündigt. Kommissarisch, sagte er im August, wolle er das Amt weiter ausüben, bis ein geeigneter Nachfolger gefunden worden ist. Jetzt übernimmt mit dem Frankfurter Jens Herber (im Foto mit DCV-Präsident Bernhard Mayr) ein junger Mann, den Hübner selbst ins Spiel gebracht hat.

Jens Herber ist ein Curling-Späteinsteiger. Erst vor gut sieben Jahren hatte er den Sport im Fernsehen für sich entdeckt, sich umgehend nach einem Verein umgesehen und war dann bei der Eintracht in Frankfurt gelandet. „Das Training hat mir gleich so viel Spaß gemacht, dass ich dabeigeblieben bin“, so Herber. Heute spielt der 36-Jährige IT-Fachmann mit großer Leidenschaft für seinen Heimatverein, aber zusätzlich auch für den CC Lëtzebuerg in Luxemburg. „Ich habe unheimlich viel Spaß daran, mit den Leuten rumzutouren und so viele Bonspiele wie möglich zu machen.

Als er 2009 in Frankfurt mit dem Curling begonnen hat, lernte er auch schnell Manfred Hübner kennen. Schon früh engagierte er sich im Ehrenamt, und Herber folgte Manfred Hübner bereits auf den Posten des Curling-Obmanns beim Hessischen Eissport-Verband. „Jetzt hatte Manfred mich erneut angesprochen, dass er aus privaten Gründen nicht mehr als Vizepräsident des DCV zur Verfügung stehe, und ob ich mir vorstellen könne, mich auch im Verbandspräsidium für den Curlingsport zu engagieren. Und da tue ich gern.“ Natürlich, ist sich Jens Herber bewusst, seien die Fußstapfen, die Manfred Hübner über lange Jahre hinterlassen hat, groß. Aber Hübner werde ihm im ersten Jahr noch beratend zur Seite stehen.

Seine Hauptaufgabe sieht der neue Vizepräsident, der erstmals im Rahmen der Junioren-DM in Oberstdorf zum mit seinen Präsidiumskollegen zusammengetroffen war, vor allem darin, an die hervorragende Arbeit seines Vorgängers nahtlos anzuknüpfen. „Wir arbeiten intensiv daran, das Ziel des Projekts ‚DCV 1000’ zu erreichen, also mit dem DCV weiter zu wachsen“, so Herber. „Dazu ist es notwendig, dass wir mehr Eishallen für den Curlingsport finden. Wir wollen – wie zuletzt erfolgreich in Aschaffenburg geschehen – vor allem jungen, motivierten Menschen unsere Sportart demonstrieren, Interessen ausloten und die Leute begeistern.“ Darüber hinaus wolle auch er neben der Mitgliedergewinnung das Thema Inklusion weiter intensiv in seinen Aufgabenbereich einbinden.
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