EM 2016: Drei Auftakt-Niederlagen
vom 19.11.2016
Die Teams des DCV haben am Eröffnungstag der Europameisterschaft in Schottland drei Niederlagen kassiert. Bei den Herren war das 4:9 zum Auftakt gegen Welt- und Europameister Schweden eine einkalkulierte Niederlage. Im zweiten Match des Tages gegen Italien hatte das Team mit einem Dreierhaus im neunten End und einer 7:6-Führung eigentlich beste Chancen, um zumindest ins Extra-End zu kommen und dort zu gewinnen, aber kassierte letztlich zwei unnötige Steine zum 7:8 im zehnten End. Das Eröffnungsspiel der DCV-Damen gegen Tschechien war geprägt davon, dass Team Jentsch sich zwar gute Chancen erspielte, diese aber nicht ergreifen konnte und letztlich klar mit 2:8 den Kürzeren zog.

Bundestrainer Thomas Lips sagte zu dem Damen-Auftaktmatch: „Das Resultat spiegelt den Verlauf des Spiels nicht ganz wieder. Die Mädels haben die sich ergebenden Chancen einfach nicht genutzt. Im ersten End gab es die Chance auf zwei eigene Steine, letztlich kassieren wir zwei. Und so zog sich das durch. Wir müssen uns sicher noch steigern, aber können auch das Match gegen einen guten Gegner abhaken. Morgen ist Big Day gegen Italien und Finnland!“

Bei den Herren war Skip Andi Kapp mit dem Team nach der Auftakt-Niederlage gegen Schweden nicht unzufrieden, sprach von einer soliden Leistung der Mannschaft. „Ich habe im zweiten End den Draw von Alex Baumann falsch gesehen, und mit dem Fehler hat Schweden drei Steine gestohlen. Damit war das Spiel gelaufen.“
Für die Partie gegen Italien hatten sich die DCV-Herren einiges vorgenommen und waren auch voller Zuversicht ins Spiel gegangen. Die Mannschaft war auch in den ersten fünf Ends besser als Gegner Italien, konnte aber kein wirkliches Kapital daraus schlagen, dass man mit einem Dreierhaus im ersten End eigentlich ein gutes Ausrufezeichen gesetzt hatte.
Italien schaffte im dritten End ebenfalls drei Punkte auf das Scoreboard zu bringen und konnte vor der Pause sogar noch einen Stein zur Halbzeitführung stehlen. Leichte Ungenauigkeiten brachten das DCV-Team dann immer etwas mehr ins Hintertreffen, ehe ein zweites Dreierhaus im neunten End plötzlich wieder eine bessere Ausgangsposition schaffte. Doch im Schluss-End kamen zwei Draws am Ende nicht, so dass Italien recht souverän den benötigten Zweier für den Sieg herausspielen konnte.
„Sehr ärgerlich, denn der Dreier im neunten End war eigentlich so was wie der Durchbruch“, sagte Kapp. „Aber wir schauen nach vorn auf das Match morgen gegen Russland!“ (Foto: WCF)

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